Kategorie: Culture Clash/Music Clash


Reportage: Weihnachten bei CultureClash e.V.

18. December 2011 - 19:52 Uhr

Leuchtende Kinderaugen…

gab es bei Culture Clash am 9. Dezember, als der Weihnachtsmann in einer geschmückten Kutsche am Quadrather Bahnhof vorfuhr. Sein himmlisches Gefährt wurde von einem weißen Pony gezogen. Ca. 40 – 50 Kinder begleiteten ihn zur Bahnunterführung und weiter über die Bruckner- und die Brahmsstraße, bis man schließlich vor dem Bürgerhaus Halt machte. Die Kinder hatten ihre Laternen dabei, sangen allerdings nicht. Man munkelte nämlich, das Pony sei schon 30 Jahre alt und würde ungemütlich auf zu viel Geräusch reagieren. Der Ortspolizist, Herr Schulze, hatte ganze Arbeit geleistet, so dass die Kinder vom Verkehr ungefährdet marschieren konnten.

Im Bürgerhaus ging es dann eher ausgelassen und fröhlich zu. Die Kinderrockband ‚Kind of Mad’ trug Jingle Bells in einer sehr eigenwilligen Fassung vor. Dann gab es eine kurze Eröffnungsrede durch den Vorsitzenden, Prof. Dr. Eghbal Hajabi. Das welt- bekannte Märchen Aschenbrödel der Gebrüder Grimm hätte die Urheber zum Staunen gebracht, denn es wurde als Groteske in vier kurzen Akten aufgeführt. Wichtig war es hier, auf die Schnelle die Charaktere der einzelnen Figuren darzustellen. Am Ende hieß es dann:

Aschenbrödel: “Ich bin so froh.”
Prinz: “Ich bin so schön. Ich werde dich heiraten!”
Aschenbrödel: “OK.”
Die hässlichen Schwestern: “Wir sind so eifersüchtig.”
Erzähler: “Sie lebten noch lang und bekamen viele Kinder.”

Lustig war auch das Theaterstück “Eine Musikstunde in der Klasse”. Diese Klasse bestand natürlich aus besonders ungezogenen Kindern, die ihrer Lehrerin das Leben schwer machten. Niemand konnte ruhig sitzen, ständig flogen Papierschnitzel durch die Luft und keine einzige ihrer Fragen wurde ernsthaft beantwortet. Gekonnt spielte die Lehrerin ihre Verzweiflung, und auch die Kids waren allesamt überaus glaubhaft. Mancher Zuschauer schmunzelte bei dem Gedanken, dass dieses Theaterstück vermutlich der täglichen Schulrealität ziemlich nahe kommen könnte.

Einen seriösen Part hatte Liane Pelea, Diplom-Cellistin, mit einer ihrer Schülerinnen übernommen. Sie spielten die klassischen Weihnachtslieder. Die Jugendhardrockband Prefixed war dazu wiederum ein absolutes Kontrastprogramm. Anwesende Musikexperten erkannten jedoch das Potential und sahen Jenny und ihre Bandmitglieder schon bei weiteren Aufführungen. Das angebotene Buffet war ziemlich schnell vergriffen, denn so viel Aktivität machte hungrig.

Culture Clash möchte an der Stelle einen besonderen Dank an Steffi Kremer aus Thorr aussprechen, die mit ihrer Nikolaus-Darstellung samt Kutsche und Pony diese Weihnachtsfeier zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle beteiligten Kinder werden ließ.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer/stellvertr. Vorsitzende und Pressesprecherin

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CultureClash-Weihnachtsfeier am 09.12.11

30. November 2011 - 20:35 Uhr

Culture Clash möchte mit einem Fackelumzug und einem Weihnachtsmann samt Kutsche, sowie einer anschließenden Weihnachtsfeier mit Musik, Tanz, Unterhaltung und Überraschungen den Kindern und Jugendlichen aus allen Stadtteilen Bergheimes ein paar Stunden der Freude schenken.

Vor allem den Kindern mit Migrationshintergrund soll hierdurch das deutsche Brauchtum im Sinn der Integration etwas näher gebracht werden. Ihre Anwesenheit soll den Kindern, zeigen dass sie in der Bevölkerung akzeptiert sind, und ihre Motivation sich weiter zu integrieren steigern. Wir laden Sie herzlichst zu unserer gemeinsamen Weihnachtsfeier ein und freuen uns auf Ihre Zusage.

Datum der Veranstaltung:
09.12.2011

Beginn:

  • Fackelumzug ab 17 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Quadrath-Ichendorf
  • Weihnachtsfeier ab 18 Uhr im Bürgerhaus Quadrath-Ichendorf

Mit freundlichen Grüßen

Culture-Clash e.V.
1.Vorsitzender
Prof. Dr. Hajabi

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Reportage: Bergheim auf dem Weg zur Kreiskulturstadt?

17. October 2011 - 18:18 Uhr

Medio.Rhein.Erft lud zum Kulturforum ein

Die Stimme des KULTUR.FORUMs von Bergheim, das am 13.10. im Medio.Rhein.Erft stattfand, erklang zur Eröffnung aus den Kehlen des großen Kinderchores des Vereins Culture Clash e.V. Die kleinen und größeren Mitglieder der unterschiedlichsten Kulturen, unterstützt von der Jenny-Band, sangen mit so viel Inbrunst und Lebensfreude, dass die Zuhörer gar nicht anders konnten, als begeistert zuzuhören und jede Menge Beifall zu spenden. Der SüdWestWind als Schirmherr ist stolz darauf, dass sich dieses einzigartige Projekt in Bergheim weiter ausgedehnt hat, denn der Stadtteil Quadrath-Ichendorf war durch die Kinder der Gudrun-Pausewang-Grundschule ebenfalls vertreten und deren Leiterin Karin Leitze staunte nicht schlecht über das Selbstbewusstsein der Kleinen und deren Erfolg beim Publikum. Professor Dr. Eghbal Hajabi, Vorsitzender von Culture Clash e.V. und nimmermüder Motor, musikalische Koryphäe und Herzstück der Culture Clash Bewegung, sah seine Ideen von gelebter Integration wieder einmal bestätigt. Seine Ehefrau, Gule Hajabi, hatte nur 14 Tage Zeit gehabt, um die beiden Songs ‚We are the World’ und ‚Another Brick in the Wall’ einzustudieren. Dabei hatten die Kinder ja auch die Hürde des englischen Textes zu überwinden. Gule Hajabi setzte dafür einfach eine selbst entworfene Lautschrift ein, die mehr als lustig anzusehen war, aber ihren Zweck perfekt erfüllte.

Unter der Leitung von Dr. Stefan Holzporz und Schobbe Vois, die auch die Moderation innehatten, gelang ein abwechslungsreiches Programm vor der gigantischen Kulisse des Musicals ‚Startklar’, die das originalgetreue Abbild einer Flughafenhalle darstellte. So bekamen auch die Macher dieses Musicals, das kürzlich im Medio.Rhein.Erft erfolgreich zur Aufführung kam, Gelegenheit, von diesem Großprojekt mit 200 Jugendlichen zu berichten. Die perfekt simulierte Flughafenatmosphäre bot buchstäblich jeden Raum für die dramatischen Ereignisse und Handlungen nach einem furchtbaren Unwetter und dem Zusammenbruch des gesamten Flugbetriebes.

In lockerer Folge gab es danach ausgewählte Darbietungen aus Pop-, Rock- und Countrymusik sowie Lyrik- und Prosa-Beiträge, nicht zu vergessen, Poetry-Slam. Im klassischen Teil boten das Sinfonie-Orchester der Stadt Bergheim unter der Leitung von Franz-Josef Stürmer sowie der Volkschor der Stadt Bergheim e.V. weitere Höhepunkte.

Lust zum Herumwandern versprachen einige Stände der Kunstgemeinschaft Bergheim, u.a. mit einer Bilderausstellung. Für das leibliche Wohl hatte wieder einmal die Kreissparkasse Köln/Bergheim als großzügiger Spender von delikaten Häppchen und Fingerfood gesorgt. Es bleibt zu hoffen, dass Bedeutung und Wert der Kultur in Bergheim sowohl von Verwaltung und Politik als auch von den Bürgern den notwendigen Stellenwert bekommen, der sich auch durch das rege Interesse an derartigen Veranstaltungen messen lässt.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

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Presse zur Ausstellung “Dialogbereit” und dem Auftritt von CultureClash

11. May 2011 - 17:51 Uhr

Dialogbereite Christen und Muslime
BERGHEIM. Die aus mehreren Jugendbands ad hoc zusammengewürfelte Formation “Culture Clash” macht Stimmung. Die jungen Sägerinnen Jasmin (8) und Olga (10) geben bei einem Nena-Song alles und vermitteln mit der bunten Truppe an Keyboard, Gitarren und Schlagzeug eine Menge von dem, was die Ausstellung “dialogbereit” dokumentiert: Christliche und muslimische Jugendliche entdecken zusammen ihre Kreativität und begegnen sich in Freundschaft und Respekt. [...]

Quelle: Kölnische Rundschau, Printausgabe vom 06.05.2011

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Interreligiöses Miteinander: Ausstellung “Dialogbereit”

11. May 2011 - 17:50 Uhr

Christen und Muslime erkennen Gemeinsamkeiten

Eine Wanderausstellung mit dem Titel ‚Dialogbereit’, wurde am 05.05.2011 in der Galerie am Skulpturenhof im Kreishaus Bergheim eröffnet.

Es handelte sich hier um ein Projekt der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW in Zusammenarbeit mit der Muslimischen Jugend in Deutschland e.V.

In einem interkulturellen und interreligiösen Dialog sollten jugendliche Christen und Muslime respektvoll und freundschaftlich aufeinander zugehen mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten ihrer Religionen zu entdecken und dadurch Fremdheit und Vorurteile abzubauen, die als Potential für Konflikte anzusehen sind.

Den musikalischen Auftakt der Eröffnung übernahm die Jugendrockband My Home Town Revenge von Culture Clash. Die Sängerinnen Jenny, Jasmin und Olga, unterstützt von ihren Freunden an Keyboard, Gitarre und Schlagzeug, sorgten mit ihrer unbekümmerten frischen Art für eine lockere Atmosphäre zwischen den Ansprachen der Organisatoren, der stellvertretenden Landrätin Christa Schütz, dem Geschäftsführer der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Georg Bienemann und Rajaa Chehab vom Islamischen Kulturverein Bergheim.

Zu sehen waren Bilder, kleine und größere Kunstwerke, Objekte und Dokumentationen, die in mehrjähriger Projektarbeit von Hauptschülern kreiert worden sind. Ungewöhnlich ist die Darstellung eines Glaubensbekenntnisses, in Form eines Gebildes aus Obi-Kartons mit Bekenntnissen einzelner Schüler. ‚Ich glaube an Gott. Ich glaube an mich. Ich glaube an meine Familie.’ ist da unter anderem zu lesen. Begonnen hat die Tournee dieser Ausstellung bereits im Juni 2010 im Rathaus von Ahlen. Im Bergheimer Kreishaus wird sie noch bis zum 25.05. zu sehen sein. Das Projekt wurde inzwischen durch die Jugendministerin Ute Schäfer preisgekrönt.


Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

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Kulturwind V: Reportage zur Veranstaltung “Scheherazade in tausendundeiner Nacht”

2. April 2011 - 19:28 Uhr

König Shahryar lud ein
Zuschauer beim Hochzeitsfest mit Scheherazade einbezogen

Die fünfte Veranstaltung aus der Reihe KULTURWIND lag in den Händen von CultureClash. Professor Hajabi hatte sich bei seiner Inszenierung von “Scheherazade in tausendundeiner Nacht”, die am 25. März im FuNTASTIK als klassisches iranisches Musical zur Aufführung kam, an die Ideen von Berthold Brecht angelehnt. Das bedeutete, dass die Zuschauer von Anfang an in das Geschehen mit einbezogen waren. Jeder war im Prunksaal des grausamen Königs willkommen und machte es sich auf dem mit Tüchern, Teppichen und Kissen ausgelegten Fußboden (mehr oder weniger) bequem. Das FuNTASTIK hatte sich tatsächlich in einen wahrlich königlichen Palast verwandelt, der an orientalischem Prunk keine Wünsche offen und jeden Besucher staunen ließ. Die Illusion, sich im Bagdad des 13. Jahrhunderts zu befinden, war perfekt gelungen. Dafür hatten die ausgeliehenen Requisiten wie Kerzenleuchter, Silbervasen, Glasvasen, gefüllt mit Gras- und Glitzerzweigen in rot, silber und gold, Kugeln, Schalen und Seidenstoffe von Möbel Hausmann gesorgt, die das unermüdliche und kreative Culture-Clash-Team in eine wunderbare Komposition gebracht hatte.

Sehr authentisch wirkten auch die Musikanten mit ihren traditionellen iranischen Instrumenten, die an diesem Abend der Zeit entsprechend nur akustisch erklangen. Die schönste Augenweide boten natürlich Scheherazade und ihre Schwester Dunyazade sowie die atemberaubend anmutigen Tänzerinnen in ihren wundervollen Kostümen. Die Spielszenen wurden nur pantomimisch dargestellt. Da es keinen Text zu lernen gab, waren der Sklave, der Großwesir, der König und sein Bruder aus Samarkand erst kurz vor der Aufführung spontan eingesetzt worden. Die Ravi (Vorleserin) hatte den Text möglichst langsam und deutlich zu lesen, so dass die jeweils auftretenden Personen entsprechend agieren konnten. Wen wundert es, dass es da zu kleinen Missgeschicken kam und zum Beispiel die eiligst fixierte Toga des Großwesirs zwischen seine Füße rutschte und er beinahe zu Fall gekommen wäre. Das nahm der Großwesir ebenso mit Humor wie auch die Zuschauer. Gleiches galt für unbeabsichtigte Pausen. Jeder hatte dafür Verständnis und so ist es auch den Brecht’schen Methoden geschuldet.


Fotos: CultureClash, Schlößer

Vom Publikum besonders geschätzt wurde die Szene 8 mit der festlichen Gruppentanz-Zeremonie, wonach die lieblichen Tänzerinnen sich auch ins Publikum begaben, zur allgemeinen Freude iranische Spezialitäten verteilten und die Gäste aus türkisfarbenen Krügen mit Most bedienten. So erlebten alle gemeinsam das Hochzeitsfest von Shahryar mit der legendären Scheherazade. Danach wurde es wieder mucksmäuschenstill im Palast, denn die Vorleserin erinnerte an die drohende Exekution der schönen jungen Frau. Noch war der König von seiner Verbitterung und dem Hass auf die Frauen nicht geheilt. So durchlebten Akteure und Zuschauer gemeinsam noch Szenen der Angst, bevor jedem klar geworden war, dass Scheherazade liebevoll, klug und mutig durch ihre gewinnende Persönlichkeit und das Erzählen aufregender Geschichten mit perfektem Spannungsbogen das Herz des Königs erobert hatte und dieser von seiner grausamen Bitterkeit geheilt war. Spontan lud Shahryar seinen Bruder, König Shahsaman aus Samarkand in Persien ein. So konnte eine Doppelhochzeit gefeiert werden, denn Shahsaman wurde mit Dunyazade vermählt. Das Glück war vollkommen und die Feierlichkeiten endeten mit einem Solo-Bauchtanz.

Auch das Publikum war bester Stimmung, was sich in den Eintragungen im eigens ausgelegten Gästebuch widerspiegelte. Hieraus einige Zitate der Besucher:

‚Ein wunderschöner orientalischer Abend. Herzlichen Dank!’ (Hella Grant)

‚Danke für den entspannenden und verzauberten Abend!’ (Doris Strache)

‚ich fant es sehr-sehr schön und war faszinirt’ (Zuschauerin Jasmin/ 8 Jahre alt)

‚Toll gemacht mit viel Liebe und Freude, dies war deutlich zu sehen und zu spüren.’ (Berti Praße)

‚Einfach nur Schön Schön, Schööön! Ein Märchen! Eine Farbenpracht, wunderschöne Melodien! Herrliche Kostüme! Wunderbare und hübsche Tänzerinnen! Mehr davon!!!’ (Nese Erdem)

Der SüdWestWind als Träger der Veranstaltung und der Aktionskreis KULTURWIND sprachen Professor Hajabi und seinem Culture-Clash-Team großes Lob und Anerkennung für diese ungewöhnliche und so erfolgreiche Aufführung aus, die mit viel Herzblut und Einsatz der Beteiligten durchgeführt worden war. Wieder einmal konnte im FuNTASTIK ‚volles Haus’ notiert werden.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer/stellvertr. Vorsitzende und Pressesprecherin

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