Kostproben tatarischer Folklore

Unsere 26. KulturWind-Veranstaltung führt uns in das ferne Tatarstan und seine Hauptstadt Kasan. Das Land liegt westlich des Uralgebirges am Zusammenfluss der Flüsse Wolga und Kama. Die autonome Republik der russischen Föderation hat ca. 3.800.000 Einwohner. Davon gehören etwas mehr als 50% dem Volk der Tataren an, 40 % sind Russen.

Daniya Hoffmann vom Verein der tatarischen Jugendlichen „Argamak“ möchte uns ihr Land und besonders Kasan als Treffpunkt der Kulturen vorstellen. Die Menschen von Kasan sind stolz auf die friedliche Koexistenz des Islams und des orthodoxen Christentums. Lassen Sie sich beeindrucken von dem einzigartigen architektonischen Ensemble, der alten Festung und dem ältesten Tempel der Stadt, der Maria-Verkündigungs-Kathedrale und dem berühmten schiefen Sujumbike-Turm, benannt nach der letzten Königin von Kasan sowie der Kul-Scharif-Moschee, eine der schönsten und größten in Russland.

Kasan wurde vor 1000 Jahren gegründet, was durch die Entdeckung von zwei Münzen durch Archäologen belegt ist. Berühmtheiten wie Iwan der Schreckliche, Peter der Große, Katharina II., die Große besuchten Kasan. Bereits die Große Katharina sah mit Begeisterung das friedliche Zusammenleben verschiedenster Religionen in Kasan und ordnete einen Erlass an, nach welchem Muslimen und Christen weitreichende Religionsfreiheit gewährt wurde. Aber Kasan kennt noch viele andere illustre Namen. Lenin studierte Rechtswissenschaften an der Universität von Kasan. Gala Dali, die Ehefrau des berühmten Malers Salvador Dali, wurde in Kasan geboren und Tolstoj, der weltbekannte Klassiker russischer Literatur, verbrachte dort seine Kindheit und Jugend.

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Daniya Hoffmann wird den Vortrag über ihre Heimat mit zahlreichen Dias illustrieren. Danach bietet sie einen kleinen Workshop zum Kennenlernen der tatarischen Mehlspeise Etschpotschmak („Dreieck“) an. Die Teigtaschen werden mit einer Kartoffel-Fleischfüllung versehen. Sie bekommen die Möglichkeit, beim Backen mitzumachen und sind natürlich später auch zum Essen eingeladen. Dazu gibt es Schwarztee mit getrockneten Pflaumen und Aprikosen.

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Während die Teigtaschen im Ofen brutzeln, erwartet die Zuschauer ein Vortrag der preisgekrönten Opernsängerin Iliusa Khuzina. Geplant ist auch ein Folkloretanz. Alle Mitwirkenden werden tatarische Kostüme tragen.

Wir hoffen sehr, dass wir Sie neugierig machen konnten und Sie unserer Einladung für

Freitag, den 29. April 2016
Beginn 18:00h
Einlass 17:30h
in das FuNTASTIK in der Meißener Str. 7

folgen werden. Der Eintritt beträgt € 5,00.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlöße
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Liebe Kulturwindfreunde, im September 2016 gibt es wieder einen Auftritt von Green Garage bei uns im FuNTASTIK. Die Präsentation dieser super Cover-Band im vergangenen Jahr kam bei Euch und uns so gut an, dass wir bereits damals gleich eine Wiederholung vereinbart hatten. Und genau so kommt es nun – also: bitte den 3. September 2016 freihalten.

Und wer wirklich vergessen haben sollte, wie sich die Band anhört, kann seine Erinnerung auffrischen. Denn wir machen Werbung für den nächsten Auftritt unseres Kulturwind-Partners: Samstag, 12. März 2016 um 19.30 Uhr, Im „Em Äädjeschoss“ (Nußbaumallee 4 in 50169 Kerpen-Türnich)

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Für den SüdWestWind
Hartmut Fritz

Wunderkinder wagen sich an das Musical von der Eiskönigin

Seit einigen Wochen proben die Wunderkinder der Abteilung Kinder und Jugend des SüdWestWind für ihren großen Auftritt bei der 26. KulturWind-Veranstaltung. Diese soll am 26. Februar 2016 im FuNTASTIK in der Meißener Straße stattfinden.

Bis dahin bleibt zum Glück noch viel Zeit für Übungseinheiten. Aber das Musical von der Eiskönigin, basierend auf Hans-Christian Andersens Märchen von der Schneekönigin und der Walt-Disney-Verfilmung Frozen stellt auch eine ganz besondere Herausforderung dar. Es gilt, eine Menge an Text auswendig zu lernen, die Darsteller müssen sich in ihre Rollen hineinfinden und viele Choreographien müssen eingeübt werden, bis das eisige Drama um die ungleichen Schwestern Elsa und Anna vor Publikum präsentiert werden kann.

Bei den Choreographien unterstützt die Tanz- und Ballettschule belaro, die naturgemäß einen besonders hohen Anspruch an den künstlerischen Ausdruck hat. Da geraten die großen und kleinen Wunderkinder ganz schön ins Schwitzen.

Begeistert sind die Kids von dem Titelsong Let it go, der durch Demi Lovato schon längst zum Ohrwurm geworden ist.

Derweil muss sich das Pädagoginnen-Team auch noch um die Erstellung der Kulissen kümmern und eine glitzernde Schneelandschaft und einen Eispalast zaubern. Noch gibt es keine nennenswerten Kältegrade in unserer Region, aber bis Ende Februar kann es ja auch noch zu einem Wintereinbruch kommen, wodurch die potentiellen Zuschauer vielleicht noch mehr Lust auf dieses Musical bekommen werden. Die Kinder und ihre Betreuerinnen würden sich über großen Zulauf bestimmt freuen

Für den SüdWestWind / Abteilung Kinder und Jugend
Ursula Schlößer

Eine Milonga zum kleinen KulturWind-Jubiläum

Unterhaltsam und lehrreich gestaltete das Ehepaar Bergs von der Tanz- und Ballettschule belaro die Milonga aus Anlass der 25. KulturWind-Veranstaltung des SüdWestWind am 31.10.2015 und gab dem Publikum reichlich Gelegenheit zum Mitmachen.

Für eine stimmungsvolle Atmosphäre hatten die Kulturkreisler des SüdWestWind gesorgt. Der große Saal war in gedämpftes farbiges Licht getaucht. Rote Organza-Schals und Rosen bedeckten die Tische, die außerdem noch mit Kerzenleuchtern und einem prächtigen Strauß echter Rosen aus Ecuador geschmückt waren. Der rote Wein tat ein Übriges und nahm dem Publikum die Scheu, sich auf der Tanzfläche zu bewegen. Es waren zwar nicht alle Gäste zum Mitmachen bereit, aber die meisten von ihnen versprachen, die erlernten Schritte zuhause auszuprobieren.

Einige besonders gelungene Fotos wurden uns freundlicherweise von Joachim Röhrig zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Markus Bergs erklärte die verschiedenen Rhythmen, die bei den Milongas getanzt werden, nämlich Tango, Vals und Milonga. Jeweils drei Stücke eines Typs bilden sogenannte Tandas, die man mit dem gleichen Partner hintereinander zu tanzen hat. Vorzeitig die Tanzfläche zu verlassen und seinen Tanzpartner stehen zu lassen, käme einer Ohrfeige gleich, warnte Inessa Bergs, die diesen Anfängerfehler einmal begangen hatte. Traditionell fordert der Herr die Dame durch Blickkontakt auf. Die Dame stimmt durch Kopfnicken zu. Am Ende einer Tanda bedankt sich der Herr und geleitet die Dame zu ihrem Platz zurück. In der Entstehungsgeschichte der Milongas war es aber üblich, dass die Männer miteinander tanzten und sich gegenseitig die Schrittfolgen beibrachten. Die Milonga-Variante erlaubt auch viel mehr Körperkontakt. Die Partner tanzen Wange an Wange und versprühen weit mehr Erotik als dies in der klassischen Form des Tango der Fall ist, der – aus Argentinien nach Europa exportiert – hier zum Standardtanz kultiviert worden ist.

Markus Bergs berichtet mit Augenzwinkern, dass Milonga ein Tanz für Machos sei. ‚Dieses Machogehabe wird aber von den Damen geliebt’, so Markus Bergs. ‚Aber nur auf der Tanzfläche’, protestierte seine emanzipierten Gattin mit einem Lächeln.

Zum Abschied erhielt jede Dame, die getanzt hatte, eine langstielige Rose mit auf den Heimweg. Das Publikum spendete begeisterten Applaus und die Tanz- und Ballettschule musste versprechen, in nicht all zu ferner Zukunft die Lust auf Tango im FuNTASTIK weiter zu vertiefen.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer