Auf besonderen Wunsch einiger Eltern hat das Projekt der Wunderkinder unter der Leitung von Irina Mertens nun auch eine Krabbelgruppe in ihrem Programm.

Angemeldet sind acht Unter2-jährige, und zwar drei Mädchen und fünf Jungen, die liebevoll von einer versierten Erzieherin betreut und in ihrer sprachlichen und motorischen Entwicklung gefördert werden. Dabei kommt auch hier der Spaß nicht zu kurz, wie sich die begleitenden Eltern bei den Probestunden überzeugen konnten.

Weitere Kleinkinder können zurzeit nicht aufgenommen werden, damit eine umfassende Betreuung gewährleistet ist. Alexandra Weitzel, die Neue im Team, hat selbst zwei Kinder und darüber hinaus einschlägige Erfahrungen, denn sie arbeitet ehrenamtlich in der Kita der Evangelischen Kirchengemeinde in Elsdorf.

Die älteren Kinder, drei – fünf Jahre alt, werden an sportliche Bewegung, Tanz, Theater und Musik herangeführt und lernen das Alphabet in russischer und deutscher Sprache. Zum Jahresende, ist Irina Mertens zuversichtlich, kann bereits ein kleines Musical und/oder Theaterstück zur Freude der Eltern und Großeltern aufgeführt werden.

Am 08. März wurde im Rahmen eines Eltern Cafés der Weltfrauentag begangen, der ja in Russland eine besondere Bedeutung hat. Der Rahmen war – dem Nationalfeiertag angemessen – besonders festlich. Die Erzieherinnen legten jedoch besonders großen Wert auf Interaktionen zwischen Kindern und Eltern bzw. Großeltern. Sie hatten sich Tanzspiele und kleine Kochwettbewerbe ausgedacht, die allen Beteiligten großen Spaß gemacht haben.

Für die Wunderkinder
Irina Mertens/Projektleiterin

Das Seniorentheater Immergrün kann man im Kulturprogramm des SüdWestWind mit Fug und Recht als Dauerbrenner bezeichnen, denn es erfreut sich großer Beliebtheit. Am 11. April 2018 findet bereits die vierte Aufführung dieses munteren Ensembles statt. Die Leiterin, Dagmar Deiters, Theaterpädagogin und Autorin der diversen Bühnenstücke, hat offensichtlich ein Gespür für die Vorlieben ihrer Fangemeinde, die in diesem Fall in unser schönes Konzerthaus Medio.Rhein.Erft strömen soll. Die Bühne im FuNTASTIK ist für dieses Stück leider zu klein.

Der Titel „Wenn der Schlaf nicht zu Ihnen kommen will, kommen Sie doch zu uns“ lässt wieder einmal Spielfreude und überraschende Effekte vermuten. Lustvoll setzen die SchauspielerInnen zahlreiche Sketche und skurrile Situationen in Szene, so dass sich der geneigte Zuschauer fragt, ob er seine Schlaflosigkeit überhaupt loswerden oder sich den angebotenen Aktivitäten zuwenden möchte. Der einzige Mann im Ensemble übernimmt die musikalische Begleitung mit flotten und bekannten Liedern, untermalt von seinem Akkordeonspiel.

Noch mehr Neugier weckt Dagmar Deiters mit folgendem Zitat:
…Das „Café Schlaflos“ bietet Schlaflosen den Raum für kleine nächtliche Abendteuer am Computer und bietet Veranstaltungen für die Leidenden an: „Schlafen lernen im Schlaf“, eine „Heiße Party für Nachtschwärmer“ oder ein „Preisausschreiben“ für die Einsamen…

Die Kulturkreisler des SüdWestWind laden zu diesem Riesenspektakel sehr herzlich ein, und zwar:

Datum: Mittwoch, 11. April 2018
Ort: Medio.Rhein.Erft
Konrad-Adenauer-Platz 1 in 50126 Bergheim
(Kaufland-Parkhaus Südweststraße 16)
Beginn: 19:00h / Einlass 18:00h
Eintritt: Vorverkauf € 7,50 im FuNTASTIK
Abendkasse: € 8,00 im Medio

Der Vorverkauf ist eröffnet.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer

Petra Hammesfahr brilliert mit ihrem Roman „Fremdes Leben“

Voller Gefühl gelang die Einstimmung auf die 35. KulturWind-Veranstaltung im FuNTASTIK am 23. Februar 2018. Christian Kaltchev spielte die Arabesque in E-Dur von Debussy auf dem über 100 Jahre alten Klavier. Das hoffnungsvolle Nachwuchstalent aus Bedburg ist 17 Jahre alt und schreibt zurzeit sein Abitur am Silverberg Gymnasium. Sein Wunsch ist es, nach erfolgreicher Abiturprüfung Klavier zu studieren.

Im gut besetzten Bürgerzentrum herrschte andächtige Stille, als Stargast Petra Hammesfahr, Bestsellerautorin aus Kerpen, mit ihrer Lesung aus dem Buch ‚Fremdes Leben‘ begann.

Petra Hammesfahr servierte schwere Kost, denn sie katapultierte die Zuhörer aus dieser leicht verträumten Impression auf die Intensivstation eines Krankenhauses. In der ersten Szene erwacht eine Frau nach zweijährigem Koma. „Das Licht war grell und stach schmerzhaft ins linke Auge.“ Allmählich wird sie sich ihrer fürchterlichen Verletzungen und Gebrechen bewusst. Doch ebenso gravierend ist die riesige Lücke in ihrem Gedächtnis. Sie weiß nicht, wie sie in diesen Zustand geraten ist. Man spricht sie mit Claudia Beermann an, obwohl sie fest davon überzeugt ist, Cilly Castrup zu heißen. Außerdem quälen sie wüste Phantasien. Sie sieht sich auf dem Rücksitz eines SUV in einen Steinbruch abstürzen. Hatte der Fahrer unter fadenscheinigem Grund wissentlich das Auto verlassen und zugeschaut, wie es mit ihr langsam dem Abhang zurollte, obwohl er leicht hätte wieder einsteigen und das Unheil abwenden können? War sie also einem Mordkomplott zum Opfer gefallen?

Sie sieht noch eine zweite Person und einen Obdachlosen, der wohl durch seine Anwesenheit ihren Tod verhindern konnte, da die vermeintlichen Mörder Polizei und Krankenwagen informieren mussten. Vor allem hört sie eine weibliche schrille Stimme: „Mach sie tot! Mach sie tot!“. Sie kann kaum sprechen, hat keine Zähne mehr im Mund und ihre Kehle brennt. „Das kommt durch die Trachealkanüle, durch die sie lange Zeit beatmet wurden“, wird ihr erklärt. Dabei bekommt sie Visionen von einer Horrorszene, in deren Verlauf ihr diese herausgerissen wurde. Aufgewühlt fragt sie sich, ob man weiter an dem Plan ihrer Ermordung festhält. Offenbar leidet sie an einer retrograden Amnesie…

Fotos: Schlößer, Broich-Jansen, Joachim Röhrig, mit freundlicher Genehmigung

Petra Hammesfahr ist dafür bekannt, dass ihre Romane gespickt sind mit Fachausdrücken aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Forensik, sämtlicher polizeilichen Untersuchungsmethoden usw. Selbstbewusst berichtet sie von sich, dass sie keinerlei Universitätsstudium absolviert und sich alle Kenntnisse im Laufe der Zeit im Selbststudium angeeignet hat. Sie ist die klassische Autodidaktin.

Petra Hammesfahr schreibt seit ihrem 17. Lebensjahr. Ihren Durchbruch hatte sie 1989 mit einer Kurzgeschichte, die sie an das Männermagazin Playboy schickte und die dort veröffentlicht wurde. 1991 erschien der Roman ‚Die Frau, die Männer mochte‘. Petra Hammesfahr hat viele Fans; neuerdings auch in den USA, wo ihr Roman ‚Die Sünderin‘ zu einer Mini-Serie verarbeitet wurde, die in diesem Jahr auf der Vorschlagsliste für den ‚Golden Globe‘ gelandet ist.

Das Publikum im FuNTASTIK war wieder einmal restlos begeistert. Wie zu vernehmen war, gab es einige Zuhörer, die im Besitz sämtlicher bisher veröffentlichten Romane waren und sehnlichst auf den Erscheinungstermin für das neue Buch „Als Luca verschwand“ warten, der auf den 12. März diesen Jahres festgelegt ist.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler:
Ursula Schlößer

Gern gesehener Gast

Nach sieben Jahren macht uns Petra Hammesfahr die Freude, ein zweites Mal im FuNTASTIK zu lesen. Inzwischen ist ihre Karriere weiter steil nach oben gegangen und sie ist auch international zu einer Berühmtheit geworden. In den USA wurde ihr Buch Die Sünderin unter dem Titel The Sinner zu einer Miniserie verarbeitet und landete prompt in der Vorschlagsliste für den Golden Globe 2018.

Es erfüllt uns mit Stolz, dass die aus Kerpen stammende Petra Hammesfahr unser kleines Bürger- und Familienzentrum FuNTASTIK am 23. Februar 2018 beehrt. Damit können wir unseren Stadtteilbürgern, die zu einem großen Teil nicht in üppigen Verhältnissen leben, den hautnahen Kontakt zu einer der erfolgreichsten Autorinnen in der Geschichte des Kriminalromans ermöglichen und damit wieder einmal gesellschaftliche Teilhabe vermitteln. Natürlich sind uns auch Gäste aus ganz Bergheim und Umgebung willkommen. Besonders möchten wir auch Schülerinnen und Schüler ansprechen, die für das Fach Literatur bestimmt von der Erzählkunst der Petra Hammesfahr lernen können.

Petra Hammesfahr wird aus ihrem Bestsellerroman Fremdes Leben lesen. Es handelt sich um die Geschichte einer Frau, die nach zwei Jahren im Koma ohne jede Erinnerung aufwacht. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern gibt ausführlich Einblick in die Seelenlage der Protagonistin und ist damit auch psychologisch sehr aufschlussreich.

Tag der Lesung: Freitag, 23. Feburar 2018
Veranstaltungsort: FuNTASTIK, Meissener Str. 7, 50126 Bergheim.
Beginn: 19:00h
Einlass: 18:30h
Eintritt: € 4,00 / SchülerInnen zahlen die Hälfte
Vorverkauf: im FuNTASTIK

Die Kulturkreisler laden herzlich ein.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer

Wieder einmal ist es dem Hoffnung e.V. Bergheim-Erft gelungen, den Kindern und Jugendlichen im CJG Haus St. Gereon einen Herzenswunsch zu erfüllen. Am 14. Dezember 2017, noch vor den Weihnachtsferien, konnten trotz der schlechten Witterungsverhältnissen auf dem Spiel-/Bolzplatz des Kinderheims drei jeweils drei Meter hohe Kletterfelsen aus Beton auf stabiler Grundlage aufgebaut werden.

Die Boulderfelsen wurden von der built a rock GmbH Cottbus auf ihrem Bauhof von speziellen Künstlern für den Zweck modelliert, um Natürlichkeit zu erzeugen. Solche Felsenkonstruktionen sind auf Langlebigkeit und Pflegearmut konstruiert.


Fotos: Rita Wegener, Dennis Vlaminck

Die für dieses ca. 33.000 EUR teure Projekt gewonnenne Sponsoren sind:

  • die Marga und Walter Boll Stiftung – Kerpen
  • die Caritasstiftung im Erzbistum Köln
  • die Aktion Lichtblicke e.V.
  • Radio Erft
  • HIT Kinderstiftung
  • die gemeinnützige Stiftung EIN HERZ LACHT – Troisdorf
  • das GaLaBau-Unternehmen JanSo aus Pulheim
  • und der Hoffnung e.V. Bergheim – Erft.

Dass die Kinder und Jugendlichen die Anlage in den Weihnachtsferien schon fleißig genutzt hatten, konnte man an den zahlreichen Gebrauchsspuren auf den Felsen ersehen.

Der Verein Hoffnung hat es mit seiner Aktion Herzenswünsche ermöglicht, dass diese Kletterfelsen-Kombination aufgestellt werden konnte. Rita Wegener, die Vorsitzende des Vereins, engagiert sich schon seit mehr als sieben Jahren, um den im Heim lebenden Kindern und Jugendlichen die unterschiedlichsten Wünsche zu erfüllen.

Dazu zählen z.B. eine Doppelschaukel, eine fünf Meter hohe Pagode, ein Bodentrampolin, das Fußballkleinspielfeld mit Kunstrasen und Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, Trikots und Fußbällen und das Musikzimmer im Haus St. Gereon. Als sportliche Ergänzung wurden nun unter einer nahen vorhandenen Baumgruppe die Kletterfelsen dazu platziert.

„Ich bin froh, dass ich den Kinder und Jugendlichen im Hause mein Versprechen, die Felsen noch rechtzeitig vor den Weihnachtsferien zu erstellen, einhalten konnte“, sagt Wegener.

Innerhalb eines einzigen Tages konnten die Felsen aus Cottbus geliefert und eingebaut werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun diese Boulderfelsen haben“, sagt Dr. Stephanie Bohn, die pädagogische Leiterin des Kinderheims. Sie bereichern das erlebnis- und sportpädagogische Angebot des Hauses sehr, das unbedingt weiter ausgebaut werden soll. „Wir sind hierzu auf der Suche nach einem Erlebnispädagogen, der entsprechende Angebote kursübergreifend erarbeiten soll.“

Auf dem Gelände leben ca. 55 Kinder und Jugendliche, hinzu kämen noch rund 80 Kinder und Jugendliche, die die Förderschule auf dem Gelände besuchen und die Kletterfelsen wohl während der Pausen und auch während des Sportunterrichts nutzen werden. „Mit den Felsen sind wir nun um eine sportliche Attraktion reicher.“

„Jedes Kind will klettern, jedes Kind will hoch hinaus“, sagt Marco Morschel, Projektkoordinator der gemeinnützigen Stiftung „EIN HERZ LACHT“, die das Herzenswunsch-Projekt mit unterstützt hat.

Rita Wegener möchte sich sehr herzlich bei allen Sponsoren, für das in sie gesetzte Vertrauen, Betreff Organisation und Umsetzung des tollen Projekts für die Kinder und Jugendlichen im Kinderheim St. Gereon Bergheim-Zieverich, bedanken.

Mail: hoffnung-bm-suedwest@netcologne.de
Internetseite: www.hoffnung-ev-bergheim-erft.de

Im Rahmen des Neujahrsempfanges der CDU Bergheim, am 04.01.2018 im Bürgerhaus Oberaußem, wurde zum 17. Mal der „Heiner-Leßmann-Preis“ an verdiente Ehrenamtler vergeben.

In diesem Jahr ging es um die Verdienste von Ehrenamtlern in Sachen Flüchtlingsbetreuung und Flüchtlingsunterstützung.

Herbert Vetter und Heribert Küppers vom „SüdWestWind“ bekamen einen Sonderpreis für:

„Herausragende und langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten auf dem Gebiet der Flüchtlingsbetreuung und Flüchtlingsunterstützung“ .

In seiner Laudatio ging Bürgermeister Volker Mießeler besonders auf das Projekt „ABITUR? – Ja, mit Coach!“ ein. Dieses Projekt des Südwestwind e.V. besteht nunmehr im vierten Jahr und hat schon einigen Bergheimer Schülern geholfen, das Abitur zu bestehen. Gegenwärtig werden 6 jugendliche Flüchtlinge und 3 Schüler mit Migrationshintergrund „gecoacht“, das heißt auf dem Weg zum Abitur professionell begleitet. Besonders diese Aktion des Vereins fand die Anerkennung der Jury.

Der Preis ist mit je einer Urkunde und einer Geldzuwendung verbunden. Dieser Betrag wurde dem Verein zur Verfügung gestellt.


Die diesjährigen Preisträger mit den Honoratioren der Bergheimer CDU. Herbert Vetter (6. v. re.) und Heribert Küppers (8. v. re.) Foto: Wolfgang Härtel

Für den SüdWestWind
Herbert Vetter