Am 29.12.2014 feierten die Wunderkinder aus der Abteilung Kinder und Jugend des SüdWestWind ihr ganz persönliches Weihnachtsfest im FuNTASTIK in der Meißener Str. 7 in Bergheim. Aus diesem Anlass wurde das Märchen vom Schneewittchen aufgeführt. Schneewittchen und all ihre Märchenfreunde sangen Lieder und tanzten und spielten gemeinsam. Auch hier konnte die böse Königin, dargestellt von der Teamleiterin Irina Mertens, nicht gewinnen, denn Väterchen Frost, alias Deduschka Moroz und seine Enkelin Snegurazka kamen dem Prinzen zu Hilfe und führten die Geschichte zu einem guten Ende.

Zum Abschluss des Abends verteilte Väterchen Frost viele Geschenke an die Kinder und sang mit ihnen bekannte Weihnachtslieder. Die überreichten Süßigkeiten stammten aus dem Spendenpaket der Monolith GmbH (der SüdWestWind berichtete über die Aktion). 40 Kinder und 60 Erwachsene nahmen an der Feier teil.

Für den SüdWestWind / Kindergruppe Wunderkinder
Irina Mertens

Familiär und harmonisch verlief am Samstag, den 13.12.2014 die Weihnachtsfeier von Culture Clash e.V. im Foyer des Medio.Rhein.Erft. Die Kinder fühlten sich offensichtlich wohl und waren nur zu gerne bereit, ans Mikrofon zu kommen und deutsche Weihnachtslieder zu singen. „Morgen Kinder wird’s was geben“, „Kling Glöckchen Klingelingeling“, „Schneeflöckchen, weiß Röckchen“, „Stille Nacht“ und „Alle Jahre wieder“ klangen durch den geschmückten Raum. Textliche Unsicherheiten wurden durch Liane Pelea wett gemacht, die die Kinder einfühlsam am Klavier begleitete. Jenny und Anke sorgten für einige Rock-Songs. Arvan Hajabi von der Gruppe Crazy Heads intonierte mit betont heiserer Stimme ‚Smoke on the Water’, begleitet von der Kinderrockgruppe Kind of Mad und den Rock-Minis Sweetie Flowers. Newcomerin Laura (6 Jahre) sang Nenas „Manchmal ist ein Tag ein ganzes Leben…“ und überraschte die Zuhörer mit ihrem Gitarrenspiel, das sie nach zwei Monaten fleißigen Übens schon erstaunlich gut beherrschte.

Am Büffet gab es orientalische Köstlichkeiten, und für Getränke sorgten Arez Hajabi und sein Freund Melih. Höhepunkt war der Auftritt des Weihnachtsmannes, der nach anfänglichen ernsten Ermahnungen letztendlich alle Kinder mit Süßigkeiten belohnte. Professor Hajabi, seine liebenswürdige Ehefrau Gulé und die zahlreichen Eltern konnten mit dem gemütlichen Abend sehr zufrieden sein.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Zehn Vollblutfrauen gaben Märchen neue Wende

„…und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.“ Diese Prophezeiung sei nicht mehr zeitgemäß, dachte sich die Senioren-Theatergruppe immergrün, die am 21.11.2014 im FuNTASTIK in der Meißener Straße gastierte. Sie zeigten, dass es auch anders gewesen sein könnte.

Im ersten Akt erwacht Dornröschen nach 100-jährigem Schlaf durch den Kuss eines Prinzen, so wie dies das Märchen der Gebrüder Grimm seit Urzeiten erzählt. Mit ihr erwacht der ganze Hofstaat und die Königinmutter sieht es als größtes Glück, die Hochzeit mit dem Prinzen in Prunk und Protz vorzubereiten. Aber Dornröschen ist unschlüssig, zumal sie von den herbeieilenden Schneewittchen, Aschenputtel, Rapunzel, Goldmarie, Rotkäppchen und der Hexe mit einer anderen Realität vertraut gemacht wird. So glücklich sind die Prinzessinnen ja gar nicht. Rapunzel klagt, dass sie nach der Vertreibung des Prinzen ihre Zwillinge allein erziehen musste. Auch möchte sie endlich ihren Zopf loswerden und eine schicke Kurzhaarfrisur tragen. Doch das sieht der Prinz gar nicht gerne. Schneewittchens Mann geht ständig zur Jagd, anstatt seinen familiären Verpflichtungen nachzukommen. Aschenputtel ist gestresst von den vielen Tanz-Gesellschaften, die im Schloss stattfinden. Beziehung ist Arbeit, verkündet sie. Der Prinz kümmert sich kaum noch um sie. Rotkäppchen hatte es definitiv satt, das brave Mädchen zu spielen und hat am Waldesrand zusammen mit dem bösen Wolf eine Bar mit dem Namen „Zum roten Hut“ eröffnet, in die sie Dornröschen einlädt, ein paar Tage zu verbringen.

Dort spielt dann auch der 2. Akt der Geschichte, denn Dornröschens Zweifel an der Hochzeit werden immer stärker. Sie nimmt die Einladung in die Bar ‚Zum roten Hut’ schließlich an. Dort trifft sie auf alle anderen Prinzessinnen, die selbstbewusst ihr Schicksal bereits in die Hand genommen haben und sich nicht mehr auf Traumprinzen verlassen wollen.

Rapunzel ist kaum wieder zu erkennen. Der Zopf ist ab und sie vertreibt jetzt Treppenlifte! Aschenputtel will einen Online-Shop für internationalen Tanzschuh-Verkauf betreiben, und zwar unter www.tanze-mit-mir-in-den-morgen.com. Goldmarie hat aus Frust als geschiedene Frau einen Gold An- und Verkauf begonnen, Schneewittchen eröffnet einen Märchenwald. Dornröschen nennt sich jetzt Rosalinde Dorn und ist allein erziehend. Sie entscheidet sich, ihren Schlosspark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und starke Männer zum Rasenmähen und Büsche-Schneiden zu engagieren. Das Kind, das sie von ihrem Prinzen bekommen hat – bei einem Kuss war es leider nicht geblieben – will sie ebenfalls zur Selbstständigkeit erziehen.

Diese teils haarsträubenden aber auch realistischen Wendungen wurden von den Damen mit großer Überzeugungskraft und Leidenschaft dargestellt. Die eingestreuten Schlager aus den 70-ern gaben dem Ganzen die Würze und konnten von den meist gesetzteren Zuschauern problemlos mitgesungen werden. Der einzige Mann im Ensemble begleitete die Damen auf seinem Akkordeon. Mühelos gelang es ihm, sich auf die unterschiedlichen Tonlagen einzustellen. Dafür erhielt er großes Lob und das Ensemble sang voller Überzeugung mit dem Publikum gemeinsam „So ein Mann, so ein Mann, zieht mich unwahrscheinlich an…“ Die 56 Zuschauer waren von dem Stück sehr angetan und spendeten der Gruppe begeisterten Applaus.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Der Sommer hat sich verabschiedet und somit hat die Kindergruppe Wunderkinder am 18. Oktober 2014 den Herbst mit einem schönen Theaterstück in den Räumen des FuNTASTIK begrüßt.

Im Sommer kamen einige neue Kinder zu den Wunderkindern, und so konnten insgesamt 26 Kinder ihren Eltern und Verwandten ein herbstliches Musical vorführen. Die Kinder reisten durch viele bekannte Märchen auf der Suche nach dem Herbst. Sie waren in Ali Babas 1001 Nacht, in dem Märchen Mascha und der Bär und in einigen anderen Geschichten. Doch am Ende fanden sie den Herbst in den Räumlichkeiten des FuNTASTIK und begrüßten ihn ganz herzlich mit Liedern und Tänzen.


Fotos: Irina Mertens

Im Anschluss besprachen die Eltern mit den Lehrkräften bei leckerem Kaffee und Kuchen die anschließenden Pläne und Termine für die Kinder.

Irina Mertens
Leiterin der Kindergruppe ‚Wunderkinder’

Gehören wir auch zu den Neanderthalern?

Einen sehr schönen Ausflug zum Neanderthal-Museum in Mettmann, machten wir mit 9 Kindern am 8. Oktober 2014 vom Städtischen Kinder- und Jugendzentrum aus. Nach einer längeren Fahrt mit Bahn und S-Bahn waren wir um ca. 11.30 Uhr im Museum.

Da wir bis zu unserer Führung noch Zeit hatten, sahen wir uns mit den Kindern zusammen die Ausstellung „Schamanen, Jäger und Heiler Sibiriens“ an. Dort erfuhren wir einiges über die Wirkungsweise und den Lebensweg eines Schamanen in Sibirien. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Neanderthal Museums und der der Reiss-Engelhorn Museen Mannheim. Viele der Ausstellungsstücke werden hier zum ersten Mal gezeigt.

Danach begann unsere Führung unter dem Thema „Neanderthaler & Co.“. In einer knappen Stunde erzählte uns der Archäologe, Herr Hildebrand erst etwas über die Fundstätte und dann über die Entwicklungsgeschichte der Menschen im Neanderthal und im Allgemeinen. Wir erfuhren viel über ihre Lebensweise als Jäger und Sammler, über ihre Werkzeuge und wie man z.B. früher ein Feuer entfachte. Auch mit Ötzi machten wir Bekanntschaft.

Die Kinder durften viele Fragen stellen und wurden in die Geschichte mit einbezogen. Mit am interessantesten waren aber wohl die Funkkopfhörer über die Herr Hildebrandt uns die Informationen mitteilte. Dabei erfuhren wir auch, dass im heutigen Menschen immer noch 2-3% der Gene des Neanderthalers stecken. Die knappe Stunde verging ziemlich schnell und wir bedankten uns bei Herrn Hildebrandt für die interessante Führung. Bis zur Rückfahrt blieb noch Zeit um sich im Museumsladen und auch im Museum selbst umzusehen. Um 15 Uhr sammelten wir unsere Kinder ein und nach einem letzten Foto, zusammen mit dem Neanderthaler, machten wir uns auf den Heimweg. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir alle wohlbehalten das Juze.

Dieser interessante Ausflug wurde wieder mit der Unterstützung des Budgets der Stadt Bergheim durchgeführt. Dafür vielen Dank.

Bericht und Fotos:
H. Vetter

Alljährliches Gipfeltreffen geriet zu einem Fest

Die Initiative Glessener Höhe unter der Leitung des Seniorentrainers der Stadt Bergheim, Hans Beilhack, hatte traditionell zum 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, ein Gipfeltreffen auf der Glessener Höhe organisiert. Wer den 1-stündigen Fußweg nicht auf sich nehmen wollte, hatte eine kostenlose Mitfahrgelegenheit durch den Malteser Hilfsdienst von der Glessener Feuerwache aus. Gegen 12:00h waren dann fast alle Wanderer auf den unterschiedlichen Pfaden am Gipfelkreuz gelandet. Auch eine Abordnung aus Süd-West war dabei. Dort erwarteten sie ein herrlicher Ausblick auf Köln und Umgebung, Informationen und ein Imbiss zu kleinen Preisen.

Die Reibekuchen wurden von Migranten hergestellt und angeboten, was hier als selbstverständlich hingenommen wurde, ein Umstand, der erkennen ließ, dass in den Köpfen der Menschen nicht nur die Wiedervereinigung der Deutschen sondern auch Integration stattgefunden hat. Eine Akkordeon-Spielerin lud zum Mitsingen alter Volkslieder ein. Begeistert schrieben wieder zahlreiche Wanderer ihre Eindrücke in das Gipfelbuch. Es ist das 50. Exemplar, wie von Hans Beilhack zu vernehmen war. Einige sind leider in der Vergangenheit mutwilliger Zerstörung zum Opfer gefallen. Aber Hans Beilhack gibt seine Bemühungen um den Erhalt solcher Gemeinschaftserlebnisse unter dem Gipfelkreuz nicht auf.

Hilfestellung gibt immer wieder auch die Ehrenamtlerin Iris Redelius, die aus Anlass des Gedenktages sehr geschmackvolle Erinnerungs-Buttons entworfen hatte. Voller Stolz konnten sich die Wanderer damit schmücken und ihre Teilnahme auch nach außen zeigen.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer