Eine hinreißende Show lieferte das Seniorentheater immergrün am 25.11. vor ausverkauftem Haus im FuNTASTIK mit der Premiere des Weihnachtsstücks ‚Na dann – Frohes Fest’. Alle herkömmlichen Klischees wurden auf den Prüfstand gestellt, z.B. die übertriebene Planung, die zwanghafte Suche nach den richtigen Weihnachtsgeschenken, die zahlreichen Einladungen zu vermeintlich trauten Familienessen, die Bespaßung von Oma und Opa im Seniorenheim und die organisierten Auftritte des Weihnachtsmannes, der ja heutzutage auf Bestellung kommt.

Die immergrünen ließen in das jahrtausende alte Brauchtum auch die im Internet beschworenen Gefahren einfließen. Der Weihnachtsmann geriet zum Kopf einer Diebesbande und in einer anderen Szene mit seinem Knecht Ruprecht zum Wohnungsbesetzer, für den das Überfallkommando bemüht werden musste. Typisch für die immergrünen ist allerdings die Ausgewogenheit von Komik und Ernsthaftigkeit. In einigen Szenen erzählten die Eltern ihren Kindern von ihren eigenen Weihnachtserlebnissen. Zu Herzen ging die Geschichte vom Erwerb eines Weihnachtsbaumes in allerletzter Minute, der beinahe noch am Transport in der Straßenbahn gescheitert wäre, wenn da nicht der freundliche Fahrer eine Ausnahme gemacht hätte.

Für Besinnlichkeit sorgte auch Elli Ernst, mit 82 Jahren das älteste Ensemble-Mitglied, mit ihrer steirischen Ziehharmonika. Sie untermalte die Szenen mit den wunderbaren bekannten alten Weihnachtsliedern, die auch vom begeisterten Publikum mitgesungen wurden. Still im Saal wurde es bei den Szenen aus dem Krieg, an die viele der Besucher eigene Erinnerungen hatten bzw. diesen aus den Erzählungen der Eltern kannten. Soldaten an der Front am Weihnachtsabend vorgeführt zu bekommen, ließ niemand unberührt. So fügten sich Skurriles, Lustiges und Berührendes zusammen. Die immergrünen ließen den Zuschauern die Wahl, für sich das Beste in die Weihnachtszeit mitzunehmen.

Der Verein Hoffnung e.V. Bergheim/Erft darf sich über eine Spende von 140 Euro aus dem Kartenverkauf freuen, die der SüdWestWind für deren Weihnachtsaktion ‚Herzenswünsche‘ bereitstellen wird.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Viele interessierte BürgerInnen nahmen an der Stadtteilkonferenz in Süd-West teil, zu der die EG-BM und der Bürgerverein SüdWestWind für den 24.11. eingeladen hatten.

Klaus- Hermann Rössler, der in Vertretung der Bürgermeisterin Maria Pfordt die Begrüßung vornahm, verglich den Stadtteil mit dem auf die Familie folgenden kleinsten Sozialraum, dessen Bedeutung für die Gemeinschaft in jüngster Zeit wieder in den Mittelpunkt gerückt ist. Die EG-BM, vormals Stadtteil-Team, hatte Gelegenheit, die positiven Veränderungen in Süd-West aufzuzeigen, die in den vergangenen 10 Jahren mit Hilfe des Landesprogramms Soziale Stadt NRW und der Stadt Bergheim im Verein mit den BürgerInnen stattgefunden hatten. Ende 2014 soll das Programm nun endgültig auslaufen. Deshalb hörten die ca. 60 Gäste der Veranstaltung genau zu, als es um die Zukunft des Stadtteils und die erhoffte Verstetigung der geschaffenen Strukturen ging.

Der SüdWestWind e.V., gegründet am 23.10.2008, blickte schon auf drei arbeitsreiche Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit zurück. Ursula Schlößer, stellvertretende Vorsitzende, nannte in diesem Zusammenhang noch einmal die Vereinsziele und berichtete über die wichtigsten Projekte der bisherigen Tätigkeit, wie die Schirmherrschaft für das Musik-Integrationsprojekt Culture Clash, die erfolgreich eingeführte Kulturreihe ‚KulturWind’, den SüdWestWind-Bücherschrank im FuNTASTIK und die Unterstützung der Gewaltpräventionsprojekte F.I.S.T. und F.A.U.S.T. Insgesamt möchte man die Interessen der BürgerInnen wahrnehmen und ihnen Durchsetzungskraft und Stimme verleihen.

Um eine eventuelle Neuorientierung des Stadtteilfestes, das ebenfalls seit 2009 durch den SüdWestWind organisiert wird, ging es bei einem Gedankenaustausch mit den BürgerInnen, den der Vereinsvorsitzende Herbert Vetter leitete. Er forderte die Anwesenden zur Ideenabgabe auf und erhielt eine Vielzahl von Vorschlägen, die bei der nächsten Sitzung von Süd-West-Total im Januar 2012 zur Debatte stehen sollen.

Außerdem wurde der Budgetbeirat für den Stadtteil neu gewählt. Dieses wichtige Gremium besteht aus je vier in Süd-West tätigen Institutionen und 4 Privatpersonen. Gemeinsam mit einem Vertreter der EG-BM wird anhand der vorliegenden Projektanträge über die Verteilung von zurzeit noch Euro 25.000/Jahr abgestimmt. Die Stadtteilzeitung Po(o)L wird in ihrer nächsten Ausgabe den frisch gewählten Budgetbeirat vorstellen.

Den Höhepunkt bildete eine Podiumsdiskussion, geleitet von Ursula Mölders von der Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH, die auch durch den Abend geführt hatte. Teilnehmer der Runde waren Klaus-Hermann Rössler, Beigeordneter der Stadt Bergheim, Horst-Günter Lankers, Geschäftsführer der EG-BM, Julian Beywl, Geschäftsführer der ASH Sprungbrett und Herbert Vetter, Vorsitzender des SüdWestWind e.V. Gespannt lauschten die Gäste den Fragen und Antworten zur Nachhaltigkeit der Arbeit in Süd-West. Verbindliche Zusagen waren nicht herauszuhören, aber der feste Vorsatz, den Stadtteil auch nach Beendigung der Zuschüsse nicht alleine zu lassen und weiterhin Mittel bereitzustellen, die allerdings deutlich geringer ausfallen werden. Den Bürgerverein sieht man als festen Anker, den es zu unterstützten gilt. Ehrenamt muss gewürdigt, gut koordiniert und auf viele Schultern verteilt werden. Seitens des SüdWestWind wird ein Hauptamtler im FuNTASTIK gewünscht, der von der Stadt Bergheim finanziert werden soll.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Ein Besuch im Odysseum

Am 25.10.2011 fuhren wir mit 12 Kindern und 3 Erwachsenen nach Köln zum Odysseum. Einige Kinder waren schon mal dort und die anderen Kinder waren darauf sehr gespannt. Um 10 Uhr ging es mit dem Zug von Bergheim aus los. Umsteigen in Köln-Ehrenfeld in die Schnellbahn. Nach wenigen Stationen waren wir in Köln-Kalk / Trimbornstrasse. Von da aus noch gut 10 Minuten zu Fuß und die „Odyssee“ zum „Odysseum“ war geschafft.

Nachdem alle Kids ihre Sachen in Schließfächer verstaut hatten, durften sie sich im Odysseum umsehen. Während Frau Chen die Kinder etwas im Auge behielt, organisierten Michaela Lück und ich eine kleine Rallye mit 10 Fragen durch verschiedene Themengebiete im Odysseum.

Fragen wie: „Wie viel Wasser wirst du in deinem ganzen Leben verbrauchen?“, „Mit welchem Sportgerät kann man hier die Lichtgeschwindigkeit nachstellen?“ oder: „Wie viele Lichtjahre ist der Stern Capella von uns entfernt?“ waren zu beantworten. Die 4 größeren Kinder bekamen noch 3 Zusatzfragen. Unter anderem: „Wie heißt die Angst vor Spinnen?“. Die Antwort dazu war aber nur durch Nachfragen bei den Aufsichtspersonen des Odysseum oder bei anderen Personen zu bekommen.

2 Stunden Zeit gaben wir den Kindern zur Lösung der Aufgaben. In 5 Gruppen liefen diese dann los und verschwanden im Gebäude. Wir richteten einen Anlaufpunkt für die Kids ein, wo sie Hilfe von uns bekommen konnten. Das wurde auch reichlich genutzt. Wir gaben aber nur Tipps und keine Auflösungen. Nicht alle Gruppen schafften die Beantwortung der Fragen, so bekamen die Besten als Preis ein Eis ihrer Wahl. Ein kleines Eis gab es für die anderen aber trotzdem.

Nachdem alle auch etwas gegessen hatten, wollten einige Kinder in das „Gespenster Labyrinth“ Dort stellten wir uns dann an. Nach einer langen Wartezeit war es endlich soweit. Es durften immer nur kleine Gruppen mit 3 Leuten in dieses Labyrinth. Mit den 2 mutigen Janika (10) und Can (12) überstand ich das Abenteuer ohne Schaden. Es war ganz schön gruselig!

Danach war es aber auch schon Zeit unsere Sachen zu holen und sich für die Rückfahrt fertig zu machen. Wir versammelten uns im Foyer des Odysseum und machten vor dem Gebäude noch ein Gruppenbild.

Gruppenbild vor dem Odysseum

Um kurz nach 18 Uhr waren wir dann wieder am JuZe, wo einige Eltern schon auf ihre Kinder warteten.

Ach ja, es fehlen ja noch ein paar Antworten. Sortiert sie euch mal selbst: „Trimmrad“, „68.437 Liter“, „42 Lichtjahre“ und „Arachnophobie“ sind die Lösungen zu den entsprechenden Fragen.

Ein schöner und interessanter Tag ging viel zu schnell zu Ende. Der Eintritt wurde über den Budgetbeirat finanziert. Vielen Dank an meine beiden Begleiterinnen Michaela Lück und Xiu Yu Chen, die den Kids wieder einen schönen Tag ermöglichten.

Bericht und Foto
Herbert Vetter

Christine Westerbeck erteilt Nachhilfe in Französisch und Englisch

Seit über vier Jahren erteilt unser Vereinsmitglied Christine Westerbeck ehrenamtlich Nachhilfeunterricht in Französisch und neuerdings auch in Englisch. Zurzeit hat sie vier SchülerInnen, die jedoch einzeln zu ihr bzw. in das Integrationsbüro in der Otto-Hahn-Straße kommen. Dadurch genießen die SchülerInnen für eine volle Stunde ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

Am 03.11. besuchten wir Christine Westerbeck und drei ihrer Schützlinge, die gerade bei einer gemütlichen Teestunde zusammen saßen. Amim geht in die 10. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule und ist sehr zufrieden über die Unterstützung in Französisch. Dafür stellt er seine Hobbys Boxen und Basketball gerne hinten an. Obwohl seine Noten gut sind, überlegt er noch, ob er Abitur machen will. Er könnte sich auch vorstellen, eine Berufsausbildung zum Chemielaboranten oder Mechatroniker zu machen.

Yassin [Name geändert] geht in die 9. Klasse des Gutenberg Gymnasiums. Sein Hobby ist Fußballspielen. Da er den ehrgeizigen Plan hat, einmal Schulleiter zu werden, weiß auch er die Nachhilfe in Französisch sehr zu schätzen und kommt schon im 2. Jahr.

Relativ neu in der Runde ist Seline, die Unterstützung in Englisch bekommt. Seline ist uns auch aus dem Projekt Culture Clash bekannt, wo sie zu ihrer eigenen und der Freude von Professor Eghbal Hajabi zwei Jahre Gitarrenunterricht erhielt und in der Zeit gute Fertigkeiten erwarb. Zuletzt spielte sie sogar in einer Kinder-Rockband. Sie wechselte mit einem erstklassigen Zeugnis von der Astrid-Lindgren-Schule auf das Gutenberg Gymnasium und ist ernsthaft bemüht, ihre guten Noten zu erhalten. Deshalb hat sie auch ihr musikalisches Hobby vorerst auf Eis gelegt, was ihr sicherlich nicht ganz leicht gefallen ist.

Offensichtlich hat Christine Westerbeck, die ihre Sprachkenntnisse durch langjährige Auslandsaufenthalte und ihren Beruf erworben hat, das richtige Händchen, um ihre SchülerInnen zur Mitarbeit zu motivieren. Erste Erfolge lassen sich durch verbesserte Noten bereits nachweisen.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

10 Jahre Seniorennetzwerk Gemeinsam gegen Einsam

Zu einem festlichen Nachmittag hatte das Seniorennetzwerk Gemeinsam gegen Einsam am 02.11.2011 eingeladen. Die Gäste wurden von Marianne Jerosch mit einem strahlenden Lächeln und einem Glas Sekt begrüßt. Der große Saal des FuNTASTIK füllte sich bis auf den letzten Platz. Köstliche Schnittchen und andere Leckereien wurden herumgereicht und die Anwesenden wurden des gemeinsamen Erinnerns nicht müde.

Beigeordneter Klaus-Hermann Rössler sprach lobende Worte des Dankes im Namen der Stadt Bergheim und Tom Juschka, Prokurist der EG-BM, drückte ebenfalls seine Bewunderung für die anhaltende Leistung der Netzwerker über diesen langen Zeitraum aus. Christa Wolf, u.a. Leiterin der Abteilung Demografischer Wandel und Bergheimer Bündnis für Familie, brachte beziehungsreiche Geschenke – wie einen Korb mit Puschen sowie ein Netz mit Lukullischem. Nach dem offiziellen Teil übernahm Henry, alias Heinz Odenthal die musikalische Unterhaltung und sang Evergreens in Kölner Mundart mit eigener Gitarrenbegleitung.

Diesen Erfolg hätten sich die Gründungsmitglieder Maria Seemann, Annemarie Nellen, Marita Steffens, Dieter Gumz, Hein van Clemput, Anni Wilbertz, Margarethe Rohde und Gisela Ludes im Frühjahr 2001 nicht träumen lassen. Mit der Unterstützung der Stadt Bergheim und dem ‚Büro Helfende Hände’ sowie Karin Nell von der Evangelischen Erwachsenenbildung Düsseldorf hatten sie damals beschlossen ‚aus den Puschen’ zu kommen und ihren Mitbürgern tatkräftig zu helfen. Zunächst funktionierte das über ein Frühstücksangebot in den Räumen der AWO-Begegnungsstätte. Später kamen ein Besuchs- und Begleitdienst, ein Philosophiekreis und eine Wandergruppe dazu.

2002 zog man um in das Jugendzentrum am Chaunyring, wo man ein Internet-Cafe für Senioren sowie Singen von Volksliedern mit Akkordeonbegleitung organisierte. Den Singkreis leitet Carola Schwarz, die sich und ihre Teilnehmer von Peter Mauer und seinem Akkordeon unterstützen lässt. 2003 fand der Umzug in das damalige Stadtteilbüro Bergheim Süd-West statt und man gab der Initiative ein neues Motto, das da hieß ‚Gesund älter werden im Stadtteil’. Das Frühstück wurde nun im 14-tägigen Wechsel auf Bio-Produkte erweitert, gefolgt von Sitzgymnastik unter der Leitung von Marianne Jerosch, die darüber hinaus dienstags und freitags Gymnastik für Senioren im Jugendzentrum durchführte. Eine Fahrradgruppe komplettierte das Angebot. 2009 erfolgte der Umzug in das Familien- und Bürgerzentrum FuNTASTIK.

Im Mai 2009 erhielt man die Anerkennung der Stadt für den Besuchs- und Begleitdienst als niedrigschwelliges Angebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Dieser Anerkennung war ein Workshop des Rhein-Erft-Kreises im Jahre 2007 mit der Vorstellung eines Betreuungscafés für an Demenz erkrankte Menschen vorausgegangen und eine entsprechende Schulung der Freiwilligen durch die AWO. Sowohl das AWO Seniorenzentrum in Bergheim-Quadrath als auch das AWO Seniorenzentrum Am Vogelwäldchen profitieren nun von dieser Initiative, die eine große Entlastung im Umfeld der von der Krankheit betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen darstellt.

Seit 2009 erzielt man großen Anklang mit der Einführung eines Tanznachmittags mit LIVE-Musik für die Generation 50+, der einmal im Quartal stattfindet.
Schließlich erreichte das Team im August 2011 die Anerkennung als Selbsthilfegruppe ‚Besuchs- und Begleitdienst für pflegende Angehörige von Demenzkranken’. Erwähnenswert sind auch die mit Regelmäßigkeit organisierten Vorträge zu aktuellen Themen für Senioren, Ausflüge und Besichtigungen sowie der Besuch von kulturellen Veranstaltungen.

Soviel Selbstlosigkeit und Gemeinsinn beschert dem Team aus Ehrenamtlern und freiwilligen Betreuern im Besuchs- und Begleitdienst durchschnittlich 180 Besucher im Monat. Zu dieser außergewöhnlichen Leistung gratuliert auch der SüdWestWind und ehrt das Starke Team mit dieser ausführlichen Berichterstattung.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Medio.Rhein.Erft lud zum Kulturforum ein

Die Stimme des KULTUR.FORUMs von Bergheim, das am 13.10. im Medio.Rhein.Erft stattfand, erklang zur Eröffnung aus den Kehlen des großen Kinderchores des Vereins Culture Clash e.V. Die kleinen und größeren Mitglieder der unterschiedlichsten Kulturen, unterstützt von der Jenny-Band, sangen mit so viel Inbrunst und Lebensfreude, dass die Zuhörer gar nicht anders konnten, als begeistert zuzuhören und jede Menge Beifall zu spenden. Der SüdWestWind als Schirmherr ist stolz darauf, dass sich dieses einzigartige Projekt in Bergheim weiter ausgedehnt hat, denn der Stadtteil Quadrath-Ichendorf war durch die Kinder der Gudrun-Pausewang-Grundschule ebenfalls vertreten und deren Leiterin Karin Leitze staunte nicht schlecht über das Selbstbewusstsein der Kleinen und deren Erfolg beim Publikum. Professor Dr. Eghbal Hajabi, Vorsitzender von Culture Clash e.V. und nimmermüder Motor, musikalische Koryphäe und Herzstück der Culture Clash Bewegung, sah seine Ideen von gelebter Integration wieder einmal bestätigt. Seine Ehefrau, Gule Hajabi, hatte nur 14 Tage Zeit gehabt, um die beiden Songs ‚We are the World’ und ‚Another Brick in the Wall’ einzustudieren. Dabei hatten die Kinder ja auch die Hürde des englischen Textes zu überwinden. Gule Hajabi setzte dafür einfach eine selbst entworfene Lautschrift ein, die mehr als lustig anzusehen war, aber ihren Zweck perfekt erfüllte.

Unter der Leitung von Dr. Stefan Holzporz und Schobbe Vois, die auch die Moderation innehatten, gelang ein abwechslungsreiches Programm vor der gigantischen Kulisse des Musicals ‚Startklar’, die das originalgetreue Abbild einer Flughafenhalle darstellte. So bekamen auch die Macher dieses Musicals, das kürzlich im Medio.Rhein.Erft erfolgreich zur Aufführung kam, Gelegenheit, von diesem Großprojekt mit 200 Jugendlichen zu berichten. Die perfekt simulierte Flughafenatmosphäre bot buchstäblich jeden Raum für die dramatischen Ereignisse und Handlungen nach einem furchtbaren Unwetter und dem Zusammenbruch des gesamten Flugbetriebes.

In lockerer Folge gab es danach ausgewählte Darbietungen aus Pop-, Rock- und Countrymusik sowie Lyrik- und Prosa-Beiträge, nicht zu vergessen, Poetry-Slam. Im klassischen Teil boten das Sinfonie-Orchester der Stadt Bergheim unter der Leitung von Franz-Josef Stürmer sowie der Volkschor der Stadt Bergheim e.V. weitere Höhepunkte.

Lust zum Herumwandern versprachen einige Stände der Kunstgemeinschaft Bergheim, u.a. mit einer Bilderausstellung. Für das leibliche Wohl hatte wieder einmal die Kreissparkasse Köln/Bergheim als großzügiger Spender von delikaten Häppchen und Fingerfood gesorgt. Es bleibt zu hoffen, dass Bedeutung und Wert der Kultur in Bergheim sowohl von Verwaltung und Politik als auch von den Bürgern den notwendigen Stellenwert bekommen, der sich auch durch das rege Interesse an derartigen Veranstaltungen messen lässt.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer