Offizielle Einweihung der Jugendhütte an der Erft

Die Herbstsonne brachte die warmen Farben der neuen Hütte zum Strahlen, als gestern die offizielle Einweihung des neuen Jugendtreffpunkts an der Erft stattfand. Der Beigeordnete Klaus Hermann Rössler fand lobende Worte für die gelungene Ausführung durch Sebastian Schmitt, den Leiter des Kunstwerkstattmobils und sein Team, aber auch für die Jugendlichen, die unter seiner Anleitung mit Fleiß und Ausdauer gewerkelt und ihre kreativen Fähigkeiten bewiesen hatten. Besonders schön anzusehen sind die als Fresken dargestellten Drachen, die die Außenwand der Rundhütte schmücken und hoffentlich Eindringlinge abwehren. Man darf vermuten, dass durch die Mitarbeit der im Stadtteil ansässigen Jugendlichen auch ein besonderes Interesse am Erhalt dieses Schmuckstücks erreicht werden kann. Genau so wichtig war Klaus Hermann Rössler selbstverständlich auch die Erwähnung der Sponsoren, allen voran die Stadt Bergheim, die sowohl aus eigenen Mitteln als auch aus Mitteln des Landes NRW den Bau ermöglicht hatte sowie die der Hütte benachbarte Kita Tummelkiste und ein Statikbüro. Darüber hinaus wird in Kürze durch ein Sponsering von RWE Power noch eine adäquate Beleuchtung der Hütte installiert werden.

Sebastian Schmidt konnte mit seinem Werk zufrieden sein. Schmunzelnd erzählte er Details aus der eiligen Bauphase, für die ihm lediglich drei Wochen zur Verfügung standen. Sebastian Schmidt betrachtet jeden seiner Aufträge als ein einzigartiges Projekt und lässt sich auch durch Wind und Wetter nicht beeinträchtigen. Nach den Wortbeiträgen durften sich die Gäste dieses schönen Ereignisses an einem leckeren Buffet bedienen, das Houda Guetbach mit ihrer Mädchentreffgruppe vorbereitet hatte.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Ferienspiele 2011 im JuZe

Vom 1. bis zum 5. August fanden im Städtischen Kinder- und Jugendzentrum Bergheim wieder die Ferienspiele für Kinder von 6 bis 13 Jahren statt. Während in den ersten 3 Tagen Workshops, Sportspiele und Austoben angesagt waren, war am Donnerstag wieder der „Kunsttag“. Vom Montag bis zum Mittwoch wurde gebastelt, gemalt, getanzt, gespielt. Kung-Fu, Ballspiele, Bogenschießen, Hüpfburg, Kistenklettern, Kett-Car Rennen und vieles mehr stand auf dem Programm.

Am Donnerstag stand mehr die künstlerische Tätigkeit im Vordergrund. Gesichter wurden geschminkt, spezielle Gemäldetechniken ausprobiert, Puzzles gebastelt, Tänze ausprobiert und man konnte das Jonglieren erlernen. Für die körperliche Abwechslung sorgte vor allem ein in der Turnhalle durchgeführtes Fußballturnier. Natürlich konnten sich die Kinder auch draußen noch austoben.

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Filzen auf dem Kinderbauernhof Neuss

Mit 16 Kindern fuhren wir am 26.07. 2011 zum Kinderbauernhof nach Neuss. Um 10 Uhr ging es los und nach knapp 1 1/2 Std. Bahn- und Busfahrt waren wir am Ziel. Da diesmal der Workshop später, um 14 Uhr war, blieb uns genügend Zeit den Bauernhof zu erkunden. Also sind wir erst zum Spielplatz und haben dort unseren „Stützpunkt“ eingerichtet. Ganz leichter Regen konnte uns nicht von unseren Unternehmungen abhalten. Aber nachher war es überwiegend trocken. Und den Kids hat es sowieso nichts ausgemacht. So ein Spielplatz mit Wasser hat manchmal aber auch Nachteile. Manches Kind holte sich nasse Füsse. Gut, dass es an dem Tag nicht so kalt war.

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Coole Drinks und leckere Sachen vom Grill

Am letzten Donnerstag vor den großen Ferien war im Jugendzentrum Party angesagt. Die Kinder vom Kinderrat haben eine große Abschluss Party ab 15.30 Uhr mit Grill, coolen Drinks, Kuchen und Pizza organisiert. Zur Unterhaltung war die Bühne fast durchgehend mit Tänzen und Spielen besetzt. Die Musik dazu kam wie bei vielen echten DJs vom Laptop.

Draußen waren Ball- und Bewegungsspiele angesagt. Hauptkommissar Flippen bot die Möglichkeit an, Fahrräder auf Verkehrssicherheit zu überprüfen. Heute mal ohne Knöllchen und ganz freiwillig. Wer alle Checkpunkte auf der Liste abhaken konnte, darf beruhigt auf der kommenden Fahrrad Tour mitmachen. Eine der Hauptattraktionen aber war das Kinderschminken. Die Schlange der Kinder, die alle geschminkt werden wollten, wurde bis zum Schluss um 19 Uhr nicht kürzer. Da wurden aber auch fantastische Masken auf die Gesichter geschminkt. Über 40 Kinder vergnügten sich so einen langen Nachmittag im Jugendzentrum und tobten sich aus. Man konnte sehen, dass sie viel Spaß hatten. Eine aufregende Party mit vielen glänzenden Gesichtern ging um 19 Uhr zu Ende. Ich glaube, manche Kids wären gerne noch länger geblieben.

In der kommenden Woche stehen verschiedene Ausflüge auf dem Plan und vom 1. bis zum 5. August sind die traditionellen Ferienspiele mit Abschlussfahrt zum Bubenheimer Spieleland.

Bericht und Fotos
Herbert Vetter

Wind wehte aus Süd-West…

…und vertrieb die Regenwolken. „ Stadtfest 10“. So stand es am 16. Juli nicht in Stein gemeißelt aber mit Nägeln in einen Holzstamm gehämmert von einem jungen Besucher. Die Anleitung dazu bekam er am Stand der Kita Abenteuerland. Überhaupt war der Unterhaltungswert von und für Kinder besonders hoch angesiedelt bei diesem 10. Stadtteilfest an der Meissener Straße.

Die Torschwälbchen (Nachwuchsabteilung der KG Torwache) übernahmen mit einigen Tänzchen den Auftakt des Festes unter Anleitung ihres Kommandanten Orlowski. Danach sprach die Schirmherrin der Veranstaltung, Bürgermeisterin Maria Pfordt, einige Grußworte, bevor es mit der Tamilischen Tanzgruppe aus dem ASH-Sprungbrett-Programm ‚Frau Billa’ weiter ging. Auch in diesem Jahr trugen die TänzerInnen wieder ihre farbenprächtigen Originalkostüme und begeisterten das Publikum mit ausgereiften Choreografien. Viel Beifall beim Publikum errangen die entzückenden Kindergruppen ‚Tautröpfchen’ und ‚Wunderkinder’. Letztere erzählten tanzend und singend eine Geschichte vom Marmeladekochen für einen wilden Bären:

Wir sind alle hier versammelt
heute ist ein schöner Tag
wollen Marmelade kochen
die auch wirklich jeder mag.

Was wir finden auf dem Beete
was von Bäumen runter hängt
all das kommt in unsre Töpfe
wird mit Liebe rein gemengt.

Wurzeln, Äpfel und die Zapfen
für die Speise sammle ich;
dann kommt frische Marmelade
für den Bären auf den Tisch.

Jetzt sind alle Kinder glücklich
Marmelade ist gekocht.
Sie schmeckt allen ganz vorzüglich
Jeder hat sie gleich gemocht.

Dieses russische Kinderlied wurde für das Jubiläumsfest eigens ins Deutsche übersetzt und zum ersten Mal vorgetragen.

Der Kinderchor der Kita Tummelkiste feierte Premiere und wurde von Cornelia Becker auf der Gitarre begleitet. Dann übernahmen die Süd-West-Band und die Dötzdorf Allstars die musikalische Unterhaltung und heizten den Besuchern ordentlich ein, was für beste Stimmung sorgte. Während dessen gab es für die Kinder Torschießen, Tauziehen, Ballonrasieren, das Spiel mit dem großen bunten Sprungtuch und vieles mehr.

Mit leckeren Torten, Gegrilltem und internationalen Gerichten konnten sich die großen und kleinen Besucher stärken. Zeit für Nachdenkliches brachte der Besuch von Architekt Andreas Hanke, der im Auftrag der Stadt Bergheim und in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsbüro Jansen in Süd-West das Konzept von Teppichen und Türmen umgesetzt hat. Der SüdWestWind-Vorstand, Organisator des Stadtteilfestes, stellte mit Andreas Hanke gemeinsam fest, dass Bergheim-Süd-West inzwischen ein lebenswertes und zeitloses Image erhalten hat, was man sich vor 10 Jahren noch kaum vorstellen konnte. Damals galt es noch als ein fast abgeschriebener Stadtteil, dominiert von tristen und teilweise ungepflegten Hochhäusern.

Eine Auswahl von Fotos vom Event findet sich hier.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Die Schulzeit ist vorbei
Festlicher Akt in der Erich Kästner-Hauptschule

Gestern fand in der Erich Kästner-Hauptschule in Bergheim die Jahresabschlussfeier mit der feierlichen Übergabe der Zeugnisse statt. Ernste Worte richtete Bürgermeisterin Maria Pfordt an die Schulabsolventen und sprach von Mut und Willen zur Leistung, der nun von allen eigenständig aufzubringen sei, nachdem das schützende Umfeld der Schule nicht mehr als Rückzugsgebiet dienen könne.

Nur ca. 25 % der Schulabgänger verfügen über einen Ausbildungsplatz. Zu Recht besonders belobigt wurde allerdings Kirishanthan Thangathurai, der das beste Zeugnis erhielt. Der junge Mann wurde als Sohn sri-lankanischer Eltern in Trichy/Südindien geboren und lebt seit ungefähr 10 Jahren mit seinen Eltern in Deutschland. ‚Ich werde am Erftgymnasium mein Abitur machen und dann ein Studium in Architektur beginnen“, so seine hoffnungsvollen Pläne für die Zukunft.

Im Unterhaltungsteil präsentierte sich zum ersten Mal die neu gegründete Schüler-Band mit sechs jugendlichen Sängerinnen, trainiert und gesponsert durch RWE Power. Der Titel ‚Alles kann besser werden’ wurde überzeugend vorgetragen und war hier besonders beziehungsreich. Danach wurden die Zeugnisse mit einer wunderschönen roten Rose überreicht. Als letzten Programmpunkt gab es eine Tanzdarbietung. Das junge Ensemble trainiert ebenfalls unter der Leitung einer von RWE Power gesponserten Pädagogin.

Die Journalistin Birgit Broich-Jansen hielt derweil die frisch gedruckte 4. Ausgabe der Schülerzeitung WAS STRAMMES (Schülerzeitung der Erich Kästner-Hauptschule) bereit, die von den jüngeren Redakteuren auch zum Kauf angeboten wurde. Den 10.-Klässlern aus dem Projekt hingegen sah man mit Wohlwollen aber auch leichter Wehmut bei ihrem Abschiedsfest zu, führte noch das eine oder andere Gespräch und entließ sie mit den besten Wünschen.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer