Mingalaba!

Die Reisedokumentation über Myanmar (Birma/Burma) von Ursula Schlößer bildete am Freitag, dem 01.07.2011, den „krönenden Abschluß“ der unter der Trägerschaft des SüdWestWind e.V. stehenden Spielzeit 2010/2011 der „KULTURWIND“-Reihe im Bergheimer „FuNTASTIK“.

Es gab vieles zu sehen und zu hören von verlorenen Königreichen, ignoranten Kolonialmächten, machthungrigen und abergläubischen Generälen, Freiheitskämpfern, etc. Die Dokumentation führte in ein Land, dessen Magie man sich nicht entziehen konnte. Myanmar ist unvergleichlich schön, buddhistisch, bitterarm und noch frei von Massentourismus. Diese Magie wurde von der Protagonistin sehr authentisch dargestellt. Sie erschien u. a. im landestypischen „Longyi“-Rock. Auch handwerkliche Exponate und eine Menge Literatur waren auf einem Tisch ausgestellt.


Frau Schlößer war schon mehrfach in Myanmar und verfügt über exzellente Kenntnisse dieses in mancher Hinsicht doch exotischen Landes. Über die „Geschlechterrolle“ dieses Landes sollte aber noch einmal diskutiert werden…….!?! (Scherz für Insider)

Rund 30 Besucher der Veranstaltung waren gut vorinformiert und entsprechend wurden rege Inputs ausgetauscht. So stieß u.a. die „Honeymoon – Suite“ auf großes Interesse….! Auch die persönliche Patenschaft für ein Kind in Myanmar spiegelt das soziale Engagement von Ursula Schlößer wieder. Die Diskrepanz zwischen der Armut der Bevölkerung (im Fluß finden z.B. sämtliche!! Hygienemaßnahmen statt) und dem Reichtum Buddhas und vor allem der Generäle („Goldenes Land“) konnte letztlich nicht ganz aufgelöst werden….- doch wo ist diese schon gelöst??

Die Kostproben landestypischer Speisen, die von Ursula Schlößer mit Liebe zubereitet und von Irina Mertens und Gaby Pausch kredenzt wurden, fanden reißenden Absatz und rundeten die gelungene Veranstaltung ab. Diese bestanden aus: Mulligatawny Soup (landestypische Linsensuppe), Bananenbrot, und Ingwertee. Nachdem auch die Bürgermeisterin Maria Pford, über deren Besuch wir sehr erfreut waren, von der Suppe gekostet hatte, konnte „ausverkauft“ gemeldet werden.

Fazit: Eine gelungene Reisedokumentation, die durchaus noch mehr Besucher verdient gehabt hätte. Mit jedem Event lernt man und wenn dazu noch Kompetenz stößt, könnte das helfen.

Unser Dank geht in erster Linie an Ursula Schlößer, die gleichzeitig „Patin“ der Veranstaltung war und alles ehrenamtlich (ohne Gage) übernommen hat.

Danke Matthias Reuter & Stefanie Schau von der EG-BM (Technik).

Vielen Dank auch dem Helferteam des „Kulturkreisel“, die für einen reibungslosen Auf- und Abbau, sowie die Durchführung der Veranstaltung gesorgt haben.

Für den „Kulturkreisel“/SüdWestWind e. V.
Hans Berg

Hallo liebe Süd-Westler,

diesmal schildere ich Euch gerne, was mir nach unserem zweiten Mitglieder-Freunde-Interessierte-Kennenlern-Ideen-Spinn-und-fürAlles-Offen-Sein-Treffen nachgegangen ist. Ein bisschen verrät ja schon mein soeben gebastelter Name für diese Runde. Für mich war eben dies alles dabei:

Einige hatten sich per Mail entschuldigt. Eine ähnlich große Runde wie beim letzten Mal trudelte nach und nach ein: einige „Wiederholungstäter“ – einige zum ersten Mal dabei – die Einen kannten sich schon gut – die Anderen kannten sich noch gar nicht – er oder sie kannte das ein oder andere Gesicht schon viele Jahre durch Aktionen im Stadtteil, doch den Menschen dahinter nicht wirklich – so manch einer hat es geschafft etwas selbstzubereitetes Leckeres zu essen mit zu bringen (mh…lecker!) – die eine (nämlich ich) brachte etwas Leckeres fertig in der Tüte mit – manche kamen ohne etwas zu essen – Genau so habe ich persönlich es als sehr angenehm empfunden. Ich möchte damit sagen, dass sich keiner unter Druck fühlen soll, wir freuen uns über jeden, der kommt, jeder so wie es ihm an so einem Montagabend möglich ist.

Aus meiner Sicht genossen es alle, einfach mal Zeit zu haben sich von Thema zu Thema treiben zu lassen und sich auf eine ganz persönliche Ebene kennenzulernen. Unsere Lachmuskeln wurden dabei ordentlich beansprucht. Thematisch ist mir noch besonders in Erinnerung, dass ich es immer wieder als bereichernd erlebe über das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen, also über uns, zu sprechen.

Gerne haben Iris Strohmeier und ich die Einladung und das wenige Organisatorische für die ersten beiden Treffen übernommen und freuen uns auf weitere interessante Runden. Wer von euch kann für das nächste Treffen die Einladung (Terminerinnerung) und die Raumverantwortung an diesem Tag übernehmen? Wir sind ebenfalls gerne wieder dabei, möchten jedoch nicht alleine die Verantwortung für das Stattfinden und die Entwicklung dieser Treffen übernehmen. Diese möchten wir mit Euch teilen.

Bereits festgelegter Termin in diesem Jahr:
Montag, den 10. Oktober 2011 im FuNTASTIK , 18.00 bis 20.00 Uhr

Es wäre nett, wenn uns bald jemand schreiben würde (direkt an uns oder über Herbert Vetter), dass er oder sie für diesen Termin die Organisation übernimmt, damit wir uns für dieses mal etwas zurücklehnen können.

Danke, ich freue mich auf ein Wiedersehen

Doris Strache

BürgerInnen sind einbezogen

Seit gestern geschieht etwas an der Bahnunterführung, die von der Bergheimer City in die Zeissstraße nach Süd-West führt. Diese ab 19:00 Uhr von BergheimerInnen oft gemiedene dunkle Ecke soll in dieser Woche künstlerisch gestaltet und dann angemessen beleuchtet werden.

Das multinationale und generationsübergreifende Künstlerteam von Sebastian Schmidt ist deshalb mit seinem Kunstwerkstattmobil am Bahndamm vorgefahren mit dem Auftrag der Stadt, die Verwandlung umzusetzen. Gestern wurde fleißig skizziert, geformt und entworfen, wobei auch die Bergheimer BürgerInnen für Ideen und kreative Mitgestaltung einbezogen waren und werden. Besonders die vorbeikommenden SchülerInnen waren sehr gefragt, denn sie hatten bereits bei verschiedenen Kunstprojekten in Süd-West ihre Talente und Bereitschaft unter Beweis gestellt, z. B. bei der Bemalung der Garagenwände gegenüber den neuen Spielplätzen am FuNTASTIK.

Um 17:30 Uhr wurde das Konzept beschlossen, da man in dieser Woche die Arbeit noch fertig stellen muss. Bis dahin lagen so viele verschiedene Entwürfe vor, dass die Auswahl schwer fiel. Fröhlich und farbig sollte es werden, aber mit dem philosophischen Akzent der symbiotischen Verbindung von der City zum Stadtteil durch das ‚Tor’ der Unterführung. Für die Wände einigte man sich auf blaue und grüne Farbtöne und wellenförmige Muster als Basisrelief, in die noch jede Menge Details eingearbeitet werden sollen. Für die Podeste ist Mosaik vorgesehen. Eventuell werden noch figürlich dargestellte Elfen und Trolle auf den Podesten sitzen und den künstlerischen Gesamteindruck vervollkommnen.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

FuNTAStisch 2011
Gute Laune inbegriffen

Petrus hatte ein Einsehen. Nach einem kühlen und bedeckten Vormittag, gab es gegen Mittag die erste länger anhaltende Auflockerung am Himmel. Das nachbarschaftliche Gartenfest hinter dem Bürger- und Familienzentrum an der Meißener Straße konnte beginnen.

Anfangs noch etwas zögerlich trafen die Nachbarn ein und holten die vorbestellten Tische und Bänke ab, um diese aneinander zu reihen und liebevoll zu dekorieren. Wie die Nationworkerin Iris Strohmeier, Organisatorin dieser bereits im 3. Jahr durchgeführten Veranstaltung verlauten ließ, waren es 45 an der Zahl. Das entsprach der beachtlichen Tischlänge von fast 90 m. Mit viel Phantasie wurden nun sommerliche Tafeln kreiert, denn es galt, den Wanderpokal für den schönsten Tisch zu ergattern. Birgit Broich-Jansen hatte sich mit ihrem WAS STRAMMES-Redaktionsteam von der Erich Kästner-Hauptschule für das Thema ‚Sommer in Süd-West’ entschieden. Die Jugendlichen hatten den Tisch in eine echte Strandidylle verwandelt. Im weißen Sand thronten Barbie und Ken in bequemen Liegestühlen an einem Swimming Pool, umgeben von Muscheln, Sonnenschirmen, Seeigeln und einer Schatzkiste. Passend dazu gab es Fruchtspieße und Kokosmuffins. Man trug hawaiianische Blumenketten, eine Idee, die auch von vielen anderen jungen Leuten aufgegriffen worden war.

An anderen Tischen wurden Köstlichkeiten aus aller Herren Länder präsentiert. Das Angebot reichte von türkischen, marokkanischen, russischen, afrikanischen, polnischen bis hin zu irakischen Leckereien, wobei sich süß und herzhaft die Waage hielten. Bei der offiziellen Eröffnung waren gewiss um die 500 BügerInnen versammelt, die um die Wette plauschten und probierten. Man ging von Tisch zu Tisch, traf auf Bekannte oder lernte neue Menschen kennen, ließ sich die Gerichte erklären und zu einem Tässchen Tee, Kaffee oder einem Kaltgetränk einladen. Die Kinder spielten derweil nach Herzenslust auf dem wunderbaren Spielplatz, der nun an zwei Seiten von den Tischen gesäumt war. Für die musikalische Untermalung sorgte die Süd-West-Band mit Akustikgitarren und Keyboard.

Die Astrid-Lindgren-Grundschule konnte bei den Kindern mit Spieletischen punkten. Sehr zur Freude der Besucher hatte der Moscheeverein aus Quadrath-Ichendorf eine Gruppe kleiner Tänzerinnen entsandt, die durch ihre Kostüme und Darbietung überzeugen konnten. Die erst kürzlich gegründete Streetworker-Mädchengruppe unter der Leitung von Houda und Steffi hatte eine Beautyecke eingerichtet. An ihrem Tisch konnte man sich kosmetisch verschönern lassen. Da wurden Nägel lackiert, Brauen gezupft, Hände und Arme massiert und Haare gestylt. Ein improvisierter Behandlungsstuhl lud sogar zu einer Fußmassage ein. Eine wunderbare Idee, die sich hoffentlich einen festen Platz im Festangebot erobert hat.

Der Wanderpokal für den schönsten Tisch wurde dem Redaktionsteam von der Schülerzeitung WAS STRAMMES verliehen. Der Kulturtopf, gebildet aus dem Erlös der Startgebühr von € 5 pro Tisch und einer Spende des SüdWestWind ging an Frau Billa (den Frauen Bildungsladen der ASH Sprungbrett), die nun 300 Euro für den Kauf von Nähmaschinen einsetzten kann.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Auch Anwohner von Süd-West nahmen Besen und Schaufel in die Hand

Am 09. Mai fand in Bergheim die Aktion Saubere Stadt zum 7. Mal in Folge statt. Dass auch die Süd-Wester Bürger daran teilnahmen, ist der Initiative von Mahdi Ibrahim zu verdanken, der seit einigen Monaten hier im Quartier als Streetworker aktiv ist. Ungefähr 20 freiwillige Helfer hatte Mahdi an diesem sonnigen Samstag um sich geschart. Ausgerüstet mit Handschuhen, Greifzangen, Müllsäcken, Besen und Schaufeln machte sich eine internationale Gruppe unterschiedlichster Altersklassen an die Arbeit, um die Spiel- und Parkplätze, Grünanlagen und Spazierwege rund um das FuNTASTIK bis hin zur Turmallee von jeglichem Unrat zu säubern. Dabei konnten einige Müllsäcke befüllt werden.


Fotos: U. Schlößer, B. Broich-Jansen

Vorstandsmitglieder des SüdWestWind nahmen die Gelegenheit wahr, nicht nur ein gutes Bespiel zu geben sondern auch mit den Bewohnern des Viertels ins Gespräch zu kommen und sich ein eigenes Bild über den Zustand der relativ neuen Anlagen zu machen. Dabei war zu erfahren, dass man sich ein größeres und deutlicheres Hinweisschild auf das Familien- und Bürgerzentrum wünscht. Immer wieder seien Bewohner aus der Umgebung auf der Suche nach dem FuNTASTIK. Der Schriftzug auf dem hellen Untergrund neben der Eingangstür ist vielen zu unauffällig. Auf den Spielplätzen fiel besonders unangenehm auf, dass jede Menge Zigarettenkippen herumlagen, obwohl hier ein Rauchverbot gilt. Hier wird eine Empfehlung für ein weiteres Verbotsschild unumgänglich sein. Dass Getränke- und Süßigkeitenverpackungen in den Mülleimern landen sollten und nicht daneben, wird eine Aufgabe sein, die auch an die kinderbegleitenden Eltern zu richten ist. Eine entsprechende Bitte wird an Doris Strache von der Kita Abenteuerland herangetragen werden, die sich dankenswerterweise bereit erklärt hat, eine Dialogrunde mit den Eltern/Erziehungsberechtigten zu führen, an der auch die Bewohner der benachbarten Seniorenwohnanlage teilnehmen. Deren Problem ist allerdings die unsachgemäße Benutzung der Spielplätze.

Hoch zufrieden mit ihrer Arbeitsleistung stellten sich die Anwohner gemeinsam mit der Bürgermeisterin Maria Pfordt, der Umweltbeauftragten und Abfallberaterin Carmen Kohls sowie der ehrenamtlichen Abfallexpertin Bettina Stettner den Fragen der erschienenen Lokalpresse, die ein schönes Erinnerungsfoto schoss und sicher Positives über den Fleiß der EhrenamtlerInnen zu berichten weiß.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Christen und Muslime erkennen Gemeinsamkeiten

Eine Wanderausstellung mit dem Titel ‚Dialogbereit’, wurde am 05.05.2011 in der Galerie am Skulpturenhof im Kreishaus Bergheim eröffnet.

Es handelte sich hier um ein Projekt der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW in Zusammenarbeit mit der Muslimischen Jugend in Deutschland e.V.

In einem interkulturellen und interreligiösen Dialog sollten jugendliche Christen und Muslime respektvoll und freundschaftlich aufeinander zugehen mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten ihrer Religionen zu entdecken und dadurch Fremdheit und Vorurteile abzubauen, die als Potential für Konflikte anzusehen sind.

Den musikalischen Auftakt der Eröffnung übernahm die Jugendrockband My Home Town Revenge von Culture Clash. Die Sängerinnen Jenny, Jasmin und Olga, unterstützt von ihren Freunden an Keyboard, Gitarre und Schlagzeug, sorgten mit ihrer unbekümmerten frischen Art für eine lockere Atmosphäre zwischen den Ansprachen der Organisatoren, der stellvertretenden Landrätin Christa Schütz, dem Geschäftsführer der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Georg Bienemann und Rajaa Chehab vom Islamischen Kulturverein Bergheim.

Zu sehen waren Bilder, kleine und größere Kunstwerke, Objekte und Dokumentationen, die in mehrjähriger Projektarbeit von Hauptschülern kreiert worden sind. Ungewöhnlich ist die Darstellung eines Glaubensbekenntnisses, in Form eines Gebildes aus Obi-Kartons mit Bekenntnissen einzelner Schüler. ‚Ich glaube an Gott. Ich glaube an mich. Ich glaube an meine Familie.’ ist da unter anderem zu lesen. Begonnen hat die Tournee dieser Ausstellung bereits im Juni 2010 im Rathaus von Ahlen. Im Bergheimer Kreishaus wird sie noch bis zum 25.05. zu sehen sein. Das Projekt wurde inzwischen durch die Jugendministerin Ute Schäfer preisgekrönt.


Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer